Hadamar liegt in der Bundesrepublik Deutschland im hessischen Teil des Westerwalds etwa auf halbem Weg zwischen Köln und Frankfurt am Main. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Limburg an der Lahn, Gießen, Koblenz, Wiesbaden und Siegen. Im Norden grenzt Hadamar an die Gemeinden Dornburg, Elbtal und Waldbrunn, im Osten an die Gemeinde Beselich, im Süden an die Stadt Limburg und an die Gemeinde Elz (alle im Landkreis Limburg-Weilburg) und im Westen an die Gemeinde Hundsangen (im rheinland-pfälzischen Westerwaldkreis). Die Stadt Hadamar liegt zwischen 120 und 390 Meter über dem Meeresspiegel.

Hadamar wurde im Jahr 832 in einer Tauschurkunde als "Hatimer" erstmals erwähnt. Der Name soll sich aus dem Germanischen herleiten, den Worten "hadu" und "mar", was "umkämpfte Wasserstelle" bedeutet. Tatsächlich liegt die Stadt an einer Furt durch den Elbbach, ein Nebenfluss der Lahn. Größere Bedeutung kam der Stadt erstmals 1320 zu, als Graf Emich die ältere Linie des Hauses Nassau-Hadamar begründete und auf der Basis eines ehemaligen Klostergutes der Zisterzienser eine Wasserburg errichten ließ. 1324 erhielt Hadamar die Stadtrechte und kurz darauf eine Stadtmauer. Am 14. März 1540 kam es zu einer verheerenden Brandkatastrophe. Bis auf drei Häuser brannte die gesamte Stadt ab.

Ein umfassender Stadtumbau folgte unter dem Grafen, später Fürsten, Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590–1653), der die jüngere Linie des Hauses Nassau-Hadamar begründete und Hadamar zu seiner Residenz machte. Vor allem wurden die alte Wasserburg zum barocken Schloss erweitert und mehrere katholische Orden angesiedelt. Darunter befand sich auch der Jesuitenorden, der mit seinem Kloster und Gymnasium den Grundstein für die überörtliche Bedeutung Hadamars als Schulstandort legte. Mit dem „Hadamarer Barock“ entwickelte sich in der Residenzstadt eine überörtlich bedeutsame Spielart dieser Kulturepoche.

Bekannt ist Hadamar für die am Stadtrand gelegene Klinik für Forensische Psychiatrie, in deren Nebengebäuden sich die Gedenkstätte Hadamar befindet. Dort wird an die Ermordung von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen während der Zeit des Nationalsozialismus in der NS-Tötungsanstalt Hadamar erinnert.

Heute besteht Hadamar aus den ehemals selbstständigen Stadteilen Niederhadamar (ca. 4.000 Einwohner), Hadamar (ca. 3.650 Einwohner), Niederzeuzheim (ca. 1.450 Einwohner), Oberzeuzheim (ca. 1.250 Einwohner), Steinbach (ca. 1.250 Einwohner), Oberweyer (ca. 850 Einwohner), Niederweyer (ca. 200 Einwohner) und Faulbach (ca. 150 Einwohner). Niederhadamar, Hadamar und Faulbach werden zur Kernstadt gezählt. Insgesamt wohnen fast 13.000 Menschen in Hadamar.

Die Stadt ist verkehrsgünstig an den Bundesstraßen 8 und 54 gelegen. Über die nahe B 49 erreicht man in wenigen Minuten die Bundesautobahn A 3, über die man schnell zu den ICE-Bahnhöfen Limburg Süd und Montabaur, den Wirtschaftsräumen Rhein-Main und Köln-Düsseldorf sowie zu den Flughäfen Frankfurt, Hahn, Köln-Bonn und Düsseldorf gelangt. Hadamar verfügt über einen Bahnhof sowie die Haltepunkte Niederhadamar und Niederzeuzheim an der Oberwesterwaldbahn, die Limburg an der Lahn mit Au an der Sieg verbindet.

Die Stadt Hadamar ist ein bekannter Schulstandort: Neben den fünf Grundschulen in Hadamar, Niederhadamar, Niederzeuzheim, Oberzeuzheim und Steinbach gibt es hier die Fürst-Johann-Ludwig-Schule als kooperative Gesamtschule mit Haupt-, Real und Gymnasialzweig. Mit rund 1.600 Schülern ist sie eine der größten Schulen in Hessen. Das Schulprogramm legt einen besonderen Schwerpunkt auf die musikalische Erziehung. Außerdem ist Hadamar ein Zentrum der Glaserausbildung. Die Bundesfachschule des Glaserhandwerks und die Erwin-Stein-Schule (Staatliche Glasfachschule) sind hier angesiedelt. Schließlich ist Hadamar mit dem Musischen Internat Sitz der Bildungsstätte der Limburger Domsingknaben.

Homepage der Stadt Hadamar (externer Link)

Webcam der Stadt Hadamar (externer Link)